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Joey Barton vom englischen Fußballverband gesperrt

Wenn der FC Burnley von den Umständen gewusst hätte, wäre der erst vor kurzem unterzeichnete Vertrag wohl nicht zwischen Joey Barton und dem Verein zustande gekommen. Erst Anfang 2017 feierte Barton sein Comeback beim FC Burnley, nachdem er mehr oder weniger erfolglos von den Glasgow Rangers zurückgekehrt war. Doch jetzt fehlt dem Mittelfeldspieler für die nächsten 18 Monate die Spielberechtigung, da er sich unerlaubt an Sportwetten beteiligt habe. 

Sportwetten für aktive Fußballer verboten

Innerhalb von 10 Jahren von 2006 bis 2016 soll sich Barton an über 1.200 Sportwetten beteiligt haben. Ein Umstand, der zu der vorübergehenden Sperre geführt hat - denn nicht nur in England gilt die goldene Regel, dass sich Fußballprofis nicht an Sportwetten beteiligen dürfen, selbst dann nicht, wenn man an dem betroffenen Spiel nicht beteiligt sei.

Joey Barton betonte, dass es sich nie um Spiele gehandelt haben soll, bei denen er selbst auf dem Feld gestanden haben soll und dass er sich selbst nicht als spielsüchtig bezeichnen würde. Worte, die kein offenes Ohr beim englischen Fußballverband finden konnten. Neben den 18 Monaten Spielsperre wurde Joey eine Geldstrafe in der Höhe von 35.000 Euro zugesprochen. Joey selbst setzt dieser Spielsperre dem Karriereende gleich, da sich der 34-jährige ohnehin in den letzten Jahren seiner aktiven Karriere stand. Er selbst möchte die Strafe nicht akzeptieren und möchte in Berufung gehen.

Joey Barton ist kein unbeschriebenes Blatt

Nicht das erste Mal machte Barton somit Schlagzeilen abseits des Fußballplatzes. Er gilt als kontroverser Spieler und war innerhalb seiner Karriere bereits mehrere Male negativ aufgefallen. 2007 wurde er von Manchester City suspendiert, da er beim Training seinen Mitspieler Ousmane Dabo krankenhausreif geprügelt haben soll. Im selben Jahr noch wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt, erneut wegen schwerer Körperverletzung. 2009 wurde Barton wieder von seinem Verein suspendiert, diesmal war es Newcastle United.

Barton selbst gibt an, mit Sportwetten aufgewachsen zu sein. Er liebe es zu wetten und zu gewinnen. Wetten wollte er aber nicht, um das große Geld zu machen, sondern "einfach nur zu sehen, ob er die Spiele richtig erraten könne". Der Wetteinsatz dabei war stets unterschiedlich und reichte von einigen wenigen Pfund bis hin zu 150 Pfund pro Wette. Keine großen Einsätze für einen Profifußballer - dies ändert jedoch nicht die Tatsache, dass Sportwetten prinzipiell für Profis wie ihn verboten sind.

Eine seiner unkontrollierten Gewalttaten könnt ihr in diesem Video ab Minute 1:26 beobachten.